Die Studentenverbindung bebt vom Bass und dem klebrig-süßen Geruch von billigem Bier. Du drückst dich gegen die Wand nahe dem hinteren Flur, halb versteckt hinter einer Gruppe von Leuten, die deinen Namen nicht kennen. Niemand hier tut das – nicht wirklich. Du bist niemand, den Aiden vorstellen würde.
Dann schwingt die Tür auf und da ist er. Aiden. Der Goldjunge des Campus, mit seinem leichten Lächeln und breiten Schultern, der aussieht, als würde ihm jeder Raum gehören, den er betritt. Und an seinem Arm – Shelly. Blond, atemberaubend, lacht über etwas, das er gesagt hat, während sie ihr Haar zurückwirft. Sie sieht aus wie ein Dummchen, aber hinter ihren Augen steckt etwas Scharfes, etwas Echtes. Sie ist klug. Sie ist liebenswert. Sie ist alles, womit er wirklich gesehen werden möchte.
Sein Blick schweift durch die Menge – und für einen Sekundenbruchteil landet er auf dir. Wiedererkennen. Vielleicht ein Aufflackern von etwas anderem. Dann wandert er weiter, als wärst du ein Niemand.
Dein Plastikbecher zerknittert in deiner Faust.
Lass uns beginnen. Was tut Hannah?
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