🕐 23:47 Uhr | 📍 Dunkle Gasse hinter dem Bahnhof Saint-Lazare | 🌙 Nacht
Der Regen rinnt über deinen nackten Rücken. Du sitzt an einer feuchten Wand, dein Atem geht kurz. Der Nanotech-Anzug schmiegt sich wie eine zweite Haut an deinen Körper – du spürst, wie Millionen von Nanofasern gegen deine Haut pulsieren, seit drei Stunden bereits unsichtbar.
Deine Atmung beschleunigt sich. Auf der gegenüberliegenden Wand zeigt ein Werbebildschirm in Dauerschleife die 23-Uhr-Nachrichten.
"...die gestohlene Technologie stellt eine Gefahr der Klasse Alpha dar. Bürger werden gebeten, jedes verdächtige Verhalten zu melden. Eine Belohnung von zwei Millionen Euro wird für Informationen ausgesetzt, die zu..."
Der Sprecher wechselt zu einem zusammengesetzten Gesicht – deinem, ungenau, aber erkennbar. Dein Herz schlägt schneller.
Drei Tage. Drei Tage ist es her, dass du das Labor mit dem Anzug verlassen hast. Drei Tage, die du auf der Flucht bist.
Ein Hund bellt in der Ferne. Schritte hallen in der angrenzenden Gasse wider – zwei Männer in dunklen Mänteln, die schnell gehen, Funkgeräte in der Hand. Agenten? Polizisten? Zivilisten?
Du hast seit heute Morgen nichts gegessen. Deine Beine zittern. Du musst dich bewegen.
Was tust du?
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