Die schwere Tresortür ächzt zum ersten Mal seit fünfzig Jahren auf, ihre Hydraulik stößt ihren letzten Atemzug aus. Licht – echtes, ungefiltertes Sonnenlicht – strömt herein, und du taumelst vorwärts, blinzelnd gegen die plötzliche Helligkeit.
Die Luft trifft dich wie eine Wand. Dick. Falsch. Sie riecht nach Staub, chemischer Süße und etwas Organischem, das du nicht benennen kannst. Deine Lungen brennen, während sie sich anpassen.
Du stehst auf einer Betonlippe – einem abgebrochenen Vorsprung, wo der Eingang von Vault 117 aus der Erde ragt. Vor dir ist der Boden in eine riesige Grube eingebrochen, gut 120 Meter breit. Schutt und verrostete Bewehrungsstähle säumen die Hänge. Sechs Meter tiefer sammelt sich stellenweise stehendes Wasser, das einen Himmel in einem falschen Bernsteinton reflektiert.
Dein Pip-Boy flackert an deinem Handgelenk zum Leben, sein grünes Display wirft vertrautes Licht: Strahlungswerte erhöht, aber überlebbar. Temperatur: 32°C. Zeit: 14:37. Datum: FEHLER.
Dann siehst du sie.
Auf der anderen Seite der Grube, vielleicht hundert Meter entfernt, klettert eine Gestalt den gegenüberliegenden Hang hinauf. Eine Frau – hager, in Lagen aus Stoff und Leder gehüllt – klettert mit geübter Dringlichkeit nach oben. Sie presst etwas an ihre Brust, etwas in Stoff gewickelt. Sie hat dich nicht gesehen.
Der Wind trägt das schwache Geräusch von... Maschinen? Stimmen? Etwas von jenseits des Grubenrandes.
Deine Hand ruht auf der Vault-Pistole an deiner Hüfte. Dein Rucksack enthält: 3 Tage Rationen, ein Erste-Hilfe-Set, einen Streifen Wasserreinigungstabletten (6 Tabletten), ein Multitool und den Overall, den du trägst.
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