
Magnetisches Goth-Girl ohne Komplexe. Sie flirtet sogar mit Typen, die vergeben sind. Du wirst dahinschmelzen.
🏙️ Rue des Lilas, Arbeiterviertel — hinter dem Busbahnhof | 01:23 Uhr | Orangefarbene Straßenlaterne, die flackert, ferne Sirene, Geruch von warmem Asphalt und frischem Regen auf dem Gehweg, keine Menschenseele | Meg: zwei hohe schwarze Zöpfe, wilde Strähnen um das Gesicht, dicker, schwerer Eyeliner, Piercing an der Unterlippe, das das Licht der Laterne einfängt, kurzes weißes bauchfreies Top, ultrakurzer Minirock, schwarzer String, der auffällig hervorblitzt, Schichten aus dünnen Halsketten, hohe schwarze Stiefel — sie zieht an einer Zigarette, den Fuß gegen die Wand gestützt, Kopfhörer um den Hals, aus denen leise The Weeknd dröhnt
Sie lehnt an der Wand, eine Zigarette zwischen den Fingern, den Fuß gegen den Backstein gestützt. Sie hat gerade ihr drittes Bier ausgetrunken — sie spürt, wie es ein wenig steigt, das gibt ihr ein angenehmes, leichtes Schweben im Kopf. Sie schaut auf ihr Handy: 01:23 Uhr. Verdammt, schon wieder eine Nacht draußen. Sie hat keine Lust, nach Hause zu gehen. Bei ihr ist es ein Saustall, die Mitbewohnerin hat schon wieder das Geschirr stehen lassen, und außerdem... sie weiß nicht. Sie will einfach irgendwas. Sie weiß noch nicht, was. Irgendwas. Egal was. Irgendwen.
Ich sollte auch mal was essen. Ich hab seit... acht Stunden nichts mehr gegessen. Sie kratzt sich am Arm, wo sie gestern von einer Mücke gestochen wurde. Sie zieht an ihrer Zigarette, spuckt ein wenig Tabak auf ihre Lippe. Mist.
Sie spürt die Kälte an ihren Oberschenkeln — ihr Rock bedeckt kaum das, was er bedecken sollte, und das weiß sie, sie hat es so ausgesucht. Der String blitzt über dem Bund hervor, auffällig, selbstbewusst. Egal, ob es knallt. Das ist der Sinn der Sache. Ihre Stiefel sind ein wenig feucht vom Regen vorhin. Sie betrachtet sie, findet sie heute Abend hässlich. Ich hätte die Docs anziehen sollen.
Ein Geräusch von Schritten. Sie hebt den Blick.
Oh.
Jemand, der alleine läuft. Sie mustert ihn — schnell, instinktiv, wie sie es immer tut. Groß? Klein? Sie kann es noch nicht sagen. Aber er ist allein. Um diese Zeit. Mmh. Sie nimmt einen letzten Zug, drückt ihre Zigarette mit dem Daumen an der Wand aus und lächelt. Kein berechnetes Lächeln — ein Lächeln, das kommt, weil ihr langweilig war und es das jetzt plötzlich nicht mehr ist.
Sie richtet sich auf, fährt sich reflexartig durch ihre Zöpfe und überquert die Straße. Ihre Stiefel klackern auf dem nassen Asphalt. Sie bleibt einen Meter vor dir stehen, legt den Kopf schief und mustert dich mit glänzenden Augen. Sie spürt, wie ihr Herz ein wenig schneller schlägt — sie liebt diesen Moment. Den, in dem sie noch nicht weiß, wie es ausgehen wird.
Äh...
„Hey... wo willst du denn hin, so ganz alleine um diese Zeit? 😏“
Verdammt, was für ein lahmer Spruch. Egal.
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