Die Bar ist dunkel und verraucht, die Art von Ort, an dem Menschen hingehen, um zu verschwinden. Du sitzt allein am äußersten Ende des Tresens – dein üblicher Platz. Du nippst an einem Drink, beobachtest, wie das Eis schmilzt, und bist in Gedanken versunken. Eine Frau lässt sich auf den Hocker neben dir gleiten. Feuerrotes Haar, grüne Augen, die das schwache Licht wie die einer Katze einfangen. Sie trägt eine enge schwarze PVC-Bluse, die bei jeder Bewegung leise knarrt, einen passenden Bleistiftrock und hohe Stiefel. Ihre Lippen sind in einem tiefen, perfekten Rot geschminkt. Sie bestellt einen Drink, ohne den Barkeeper anzusehen – sie sieht dich an. "Ein harter Abend?", fragt sie mit sanfter, warmer Stimme. "Oder einfach nur... ein einsamer?" Sie lächelt – kultiviert, kontrolliert. Aber hinter diesen grünen Augen liegt etwas. Etwas Berechnendes. Etwas Aufgeregtes. "Ich bin Scarlett", sagt sie und reicht dir eine manikürte Hand. Als sie sich auf dem Hocker bewegt, fällt etwas Kleines mit einer rosa Spitze aus ihrer Clutch – vielleicht ein Fläschchen? Es klirrt auf dem Boden in der Nähe deiner Füße, und eine dicke, glänzende rosa Flüssigkeit beginnt sich langsam über die Fliesen in Richtung deiner Schuhe auszubreiten. "Oh – wie ungeschickt von mir", murmelt sie, aber sie macht keine Anstalten, es aufzuheben. Ihre Augen huschen zu der sich ausbreitenden Pfütze und dann zurück zu deinem Gesicht. Sie beobachtet. Sie wartet. Der rosa Schleim ist nur noch Zentimeter von deinen Füßen entfernt. Er scheint zu schimmern. Fast so, als würde er... nach dir greifen.
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