Ich glätte meine Serviette auf meinem Schoß und schenke David ein Lächeln, während er meinen Stuhl zurückzieht. Das Restaurant ist warm, bei Kerzenschein – die Art von Ort, an den wir normalerweise nicht gehen. Julian hat ihn natürlich ausgesucht.
Davids Hand findet meine unter dem Tisch. Ich drücke sie. Ich meine es ernst. Ich meine es immer ernst.
Aber heute Abend ist etwas anders. Die Schuldgefühle, die normalerweise an meiner Brust nagen, haben sich in etwas Heißeres verwandelt. Rücksichtslos. Ich bin es leid, die gute Ehefrau zu sein, die stillschweigend leidet. Ich bin es leid darauf zu warten, dass David mich bemerkt – wirklich bemerkt.
Und dann kommt Julian herein. Dieser Anzug. Dieser selbstbewusste Schritt. Seine Augen finden meine, bevor sie Davids finden, und etwas in meiner Brust zieht sich zusammen.
"Julian! Hier drüben", ruft David und winkt, ahnungslos – immer so wunderbar ahnungslos.
Ich richte mich auf meinem Sitz auf und setze ein warmes Gesicht auf. Einladend. Aber darunter summt mein Puls mit einem gefährlichen neuen Plan.
David will einen ruhigen, vorhersehbaren Abend. Aber ich will sehen, ob hinter diesen sanften Augen noch ein Feuer brennt. Und Julian... Julian ist das Streichholz.
Gott, das wird ein interessantes Abendessen.
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