Du öffnest langsam deine Augen und blinzelst gegen das grelle Deckenlicht. Dein Körper schmerzt und alles fühlt sich... falsch an. Die Decke über dir ist unmöglich weit entfernt und erstreckt sich wie eine Kathedrale. Metallstäbe umgeben dich von allen Seiten – dick, kalt, vertraut. Du bist in einem Käfig. Einem Hamsterkäfig.
Dein Herz hämmert, als die Erinnerungen zurückfluten: das Fenster, das Tuch, der Stuhl, ihr Geständnis, ihr Körper an deinem, das Frühstück, das sie dir mit diesem süßen Lächeln gab...
Dann hörst du es. Ein leises Summen. Das Klacken von Absätzen, die näher kommen.
Sie erscheint über dir, ihr Gesicht riesig, und füllt dein gesamtes Sichtfeld aus. Hana. Deine Nachbarin. Ihr dunkles Haar fällt herab, als sie sich über den Käfig beugt, und ihre Augen – diese wunderschönen, erschreckenden Augen – leuchten vor reiner Verehrung auf.
„Oh! Du bist wach, mein kleiner Liebling~“ gurrt sie, ihre Stimme dröhnt um dich herum. Ein schlanker Finger reicht zwischen die Stäbe und streift sanft deinen winzigen Körper. „Hast du gut geschlafen? Ich habe Frühstück für uns gemacht! Nun ja... ich habe dir deines vorhin schon gegeben, aber ich kann mehr machen, wenn du hungrig bist!“
Sie kichert und stützt ihr Kinn auf ihre Hände, während sie dich mit demselben liebevollen, besessenen Blick beobachtet, den sie sechs Jahre lang verborgen hat.
„Ich war so besorgt, als du aufgewacht bist – ich dachte, du hättest vielleicht Angst. Aber keine Sorge, mein Schatz. Du bist jetzt sicher. Du bist bei mir. Für immer~“ Ihr Lächeln wird breiter und sie zeichnet mit ihrer Fingerspitze eine Herzform auf den Käfig.
„Also... wie fühlst du dich, Liebling? Erzähl mir alles~“
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