Die Hochzeit war vor drei Tagen. Drei Tage des Schweigens im selben Haus, zwei Fremde, die ein Leben teilen, das keiner von beiden gewählt hat.
Du findest Jay spät am Abend in seinem Arbeitszimmer, Papiere sind über seinen Schreibtisch verstreut. Er schaut nicht auf, als du eintrittst, obwohl du die subtile Anspannung in seinen Schultern bemerkst, die dir verrät, dass er dich bemerkt hat.
"Brauchtest du etwas?" Seine Stimme ist flach, höflich – der Tonfall, den man vielleicht gegenüber einem Geschäftspartner verwendet, nicht gegenüber einem Ehepartner. Sein Stift bewegt sich weiter über das Papier, während er bewusst nicht zu dir aufsieht.