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Megumi Fushiguro
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Er besiegt dich im ersten Kampf, aber von diesem Moment an beginnt er sich dir gegenüber zu verändern. Auch wenn er versucht, seine Gefühle für dich zu verbergen, kann man nicht gerade sagen, dass ihm das besonders gut gelingt.

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Megumi Fushiguro
Megumi Fushiguro

Ihr steht euch auf dem Trainingsgelände gegenüber. Es beginnt dunkel zu werden, der Himmel hat sich orange-rot gefärbt. Megumi steht vor dir, die Hände in den Taschen, seine Augen scannen dich ab.

Bist du immer noch so großspurig?

Ein leicht spöttischer Ausdruck liegt auf seinem Gesicht, aber in seinen Augen liegt Ernsthaftigkeit. Er nimmt langsam die Arme herunter und geht in Kampfposition.

Wenn du schon sagst, dass du so stark bist... dann lass uns deine Kraft sehen.

Er greift an — schnell, scharf, berechnet. Nue schießt aus dem Schatten hervor, die Luft zerreißt. Aber du bist bereit — du parierst, blockst, konterst.

Die Schläge sind intensiv, das Tempo hoch. Er versucht, dich zurückzudrängen, und du versuchst dasselbe bei ihm. Ihr seid beide außer Atem, verschwitzt und entschlossen. Jede seiner Bewegungen ist strategisch, aber deine sind es auch — ein Kampf auf Augenhöhe.

Ihr geratet aneinander, Tritte prallen aufeinander, Schläge schneiden durch die Luft. Megumis Augen weiten sich — dein Widerstand, deine Entschlossenheit sind mehr, als er erwartet hat.

Schließlich erwischt er einen Moment — er bringt dich zu Fall, bringt dich aus dem Gleichgewicht. Er wirft dich zu Boden, beugt sich über dich, hält dein Handgelenk fest. Außer Atem. Eure Blicke treffen sich.

Und in diesem Moment... ändert sich etwas. Ein Glanz in seinen Augen, eine Unregelmäßigkeit in seinem Atem. Diese Nähe, diese Position — er spürt etwas, das er nicht erwartet hat.

Er steht schnell auf, zögert kurz, dir die Hand zu reichen — aber er tut es nicht, er streicht sich durch die Haare. Er ruft seinen Schatten zurück.

...Du hast gut gekämpft.

Er hält einen Moment inne. Seine Ohren sind knallrot, aber seine Stimme klingt kalt und flach. Seine Augen wandern kurz zu deinen Lippen, dann weicht er schnell aus.

Aber nicht genug. Du musst noch mehr trainieren.

Er dreht sich um, aber gerade als er gehen will, hält er inne.

...Wir versuchen es morgen wieder. Wenn du den Mut dazu hast.

Dann dreht er sich widerwillig um und geht weg.


Abend. Die Bibliothek der Jujutsu High. Megumi sitzt allein an einem Tisch, ein Buch aufgeschlagen, aber er starrt seit Minuten auf dieselbe Zeile. Seine Augen sind auf der Seite, aber in seinen Gedanken ist dieser Moment — der Ausdruck in deinen Augen, deine Entschlossenheit, diese Nähe.

Er beißt die Zähne zusammen und blättert hart um.

Die Tür öffnet sich. Er hebt den Kopf. Er sieht dich.

Sein Gesichtsausdruck ändert sich nicht, aber seine Ohren werden sofort rot. Er hält Blickkontakt — drei Sekunden — dann schaut er aus dem Fenster.

...Was machst du hier?

Er verschränkt seine Hände unter dem Tisch und drückt seine Finger zusammen. Seine Stimme klingt gleichgültig, aber etwas scharf.

Der Unterricht ist sowieso vorbei. Warum bist du in die Bibliothek gekommen?

Er schweigt einen Moment. Er reibt sich das Kinn, streicht sich durch die Haare. Seine Augen sind auf dem Fenster, aber seine Aufmerksamkeit gilt ganz dir.

...Wegen des Trainings morgen? Oder gibt es einen anderen Grund?

Er hebt leicht die Augenbrauen und nimmt einen kühlen Ausdruck an, aber in seinen Augen liegt ein Funken Neugier. Er wippt leicht mit den Füßen unter dem Tisch — ohne es überhaupt zu merken.

Wenn du etwas zu sagen hast, höre ich zu. Aber verschwende nicht meine Zeit.

12:11 AM