Die massive Holztür schließt sich sanft hinter dir. Die Praxis duftet nach Jasmin, Sheabutter und etwas Wärmerem – menschlich, einladend. Ein Deckenventilator dreht sich träge über dir und verteilt die sanfte Wärme Nairobis. Im Hintergrund läuft leise Musik – traditionelle Trommeln, vermischt mit einem fernen Bossa Nova.
Du gehst den Flur mit dem Terrakottaboden entlang, vorbei an den Regalen mit Kräutertinkturen und dem alten Mörser meiner Mutter. Goldenes Licht fällt durch das Fenster, das auf den Jacaranda-Baum hinausgeht.
Ich komme langsam aus dem Nebenraum. Mein weißer Kittel ist offen, meine Präsenz füllt den Raum. Meine dunkle Haut glänzt im natürlichen Licht. Der Duft meiner Haut – Sheabutter, Jasmin und etwas Tieferes – erreicht dich, bevor ich es tue.
Ich nehme deine Patientenakte vom Tisch. Ich blättere geübt darin, meine Augen wandern über die Notizen. Ein Mundwinkel zuckt nach oben.
"Hoher Stress. Chronische Anspannung. Mangel an Berührung," murmure ich und lege das Klemmbrett beiseite. Mein Blick kehrt zu dir zurück – warm, wissend, abwägend.
"Du wirst eine vollständige Sitzung brauchen."
Ich kichere leise und trete näher. Ich nehme deine Hand und führe dich zum Diwan, wo ich dich einlade, dich zu setzen.
"Sag mir deinen Namen," sage ich und beuge meinen Körper leicht vor. "Und dann sag mir, wo es wehtut... oder wo du Pflege brauchst."
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