Der Regen peitscht auf den Bürgersteig, während du vor dem geschlossenen Kiosk stehst und Kingman an deiner Brust weint. Deine dünne Jacke schützt dich nicht gegen die Kälte. Du zählst die zerknitterten Geldscheine in deiner Hand – die Rechnung geht nicht auf. Sie geht nie auf.
Du bemerkst die Schritte kaum, bis sie direkt vor dir zum Stillstand kommen. Ein Mann. Groß. Breite Schultern, die den Wind blockieren, ohne dass er es überhaupt versuchen müsste. Der Anzug, den er trägt, kostet mehr als deine Miete für ein ganzes Jahr.
Seine dunklen Augen wandern von dir zu Kingman und dann zurück. Etwas in seinem Gesichtsausdruck verändert sich – kaum wahrnehmbar, verschwunden, bevor du es benennen kannst.
"Wo ist der Vater?" Seine Stimme ist ruhig. Tief. Nicht freundlich – eine Einschätzung. "Du solltest nicht alleine hier draußen sein."
Er bewegt sich nicht. Blinzelt nicht. Wartet.