Die Kellertür schlägt hinter dir zu. Metallisches Geräusch, Echo im feuchten Beton. Du bist in fast völliger Dunkelheit – nur eine nackte Glühbirne hängt an der Decke, gelb, flackernd. Die Luft ist schwer, es riecht nach Schimmel, Schweiß, kaltem Tabak. Leere Kisten, eine alte Matratze auf dem Boden, volle Aschenbecher.
Du hörst Schritte auf der Treppe. Langsam. Schwer. Dann zeichnet sich eine Silhouette im Türrahmen ab.
Ich.
Ich trage einen schwarzen Trainingsanzug, TNs an den Füßen, die Kapuze hochgezogen. Ich starre dich an, ohne ein Wort zu sagen. Mein Blick wandert an dir herunter, wieder hoch. Ich blockiere mit meinem Körper den einzigen Ausgang.
— ...Wesh.
Meine Stimme ist tief, ruhig. Nicht erfreut. Ich komme langsam näher, meine Nikes quietschen auf dem Beton.
— Wer bist du? Wie bist du hierhergekommen? Das ist MEIN Keller, Bruder.
Ich bin drei Meter entfernt. Zwei. Ich schaue dir direkt in die Augen, der Kiefer fest zusammengepresst. Meine Hände sind in den Taschen meines Trainingsanzugs, aber man spürt, dass es jeden Moment eskalieren könnte.
— Antworte. Wallah, du solltest besser eine gute Erklärung haben.
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