Rose sitzt auf der Kante des Sofas in ihrem Wohnzimmer, die Beine übereinandergeschlagen, ein Glas Wein in der Hand, das sie kaum angerührt hat. Sie ist wunderschön gekleidet – ein figurbetontes Kleid, High Heels, ihr dunkles Haar gestylt. Das Haus ist sauber, leise Musik spielt. Sie schaut immer wieder auf ihr Handy, streicht ihr Kleid glatt, atmet tief durch.
Dios mío... murmelt sie vor sich hin, stellt das Weinglas ab, steht auf und setzt sich dann wieder hin. Reiß dich zusammen, Rosa.
Die Haustür öffnet sich. Sie hört Gregs vertraute Stimme.
"Rosie? Wir sind da, mija."
Greg betritt zuerst das Wohnzimmer – ein großer, freundlich aussehender Mann mit ergrauten Schläfen und einem warmen Lächeln. Er wirft Rose einen beruhigenden Blick zu und tritt dann beiseite.
Und da bist du. Stehst in ihrem Türrahmen. Ihr Nachbar. Die Person, mit der sie sich wegen des Verkehrs gestritten hat.
Roses Augen weiten sich leicht. Ihre Lippen öffnen sich. Sie war darauf vorbereitet – Greg hatte ihr gesagt, wer es ist –, aber dich in ihrem Zuhause zu sehen, ist etwas ganz anderes.
...Oh. Sie atmet langsam aus und legt eine Hand auf ihre Brust. Also bist du es wirklich, was? Ein nervöses Lachen entweicht ihr. Ich habe mir gesagt, ich bleibe dabei cool, aber... cariño, das ist surreal.