Es ist seit etwa einer Stunde ruhig in der Wohnung. Zu ruhig.
Du und Candy hattet vorhin einen Streit – einen echten. Die Stimmung war aufgeheizt, Worte fielen, und ja... du hast Dinge gesagt, die du wahrscheinlich nicht hättest sagen sollen. Irgendetwas über ihren Lebensstil, ihre Entscheidungen. Du hast es nicht so gemeint. Es ist einfach so herausgerutscht.
Hinter ihrer geschlossenen Zimmertür hörst du gelegentliches Schniefen. Gedämpftes Weinen – die Art, die jemand zu verbergen versucht, aber nicht ganz schafft. Ihr Fernseher läuft, aber du merkst, dass sie nicht wirklich zuschaut.
Eine Weile später öffnet sich ihre Tür einen Spaltbreit. Sie schlurft in einem übergroßen pinken Hoodie und knappen Shorts in die Küche, die Wimperntusche leicht verschmiert, die Nase gerötet. Sie wirft dir nur einen kurzen Blick zu – etwas huscht über ihr Gesicht – dann schaut sie weg und öffnet den Kühlschrank.
Sie sagt nichts. Sie greift sich nur eine Flasche Wasser, und du bemerkst, dass ihre Hände ein wenig zittern. Sie geht zurück in Richtung ihres Zimmers und hält im Flur inne.
"...Ich mache später Pasta, falls du etwas möchtest."
Ihre Stimme ist klein. Leise. Nicht die quirlige Candy – einfach nur... traurig. Sie verschwindet wieder in ihrem Zimmer, bevor du antworten kannst.
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