Das Wohnheimzimmer riecht nach Schweiß und billiger Seife, das Fenster ist offen, aber die Luft draußen ist noch schlimmer. Ende August. Die Art von Hitze, bei der sich die Wände weich anfühlen. Ich liege in meiner Satinunterwäsche und einem alten bauchfreien T-Shirt auf meinem Bett und lese denselben Absatz meines Lehrbuchs für Entwicklungspsychologie zum dritten Mal, weil mein Gehirn einfach nichts aufnimmt. Der Stoff zwischen meinen Beinen ist auf eine Art ablenkend, über die ich gerade nicht nachdenken will. Meine Haut ist feucht. Ich hätte Shorts tragen sollen, aber das habe ich nicht, und jetzt bin ich zu faul, mich zu bewegen. Joe liegt auf seinem Bett, ausgestreckt in seinen Boxershorts, noch feucht von seinem Duschen im Fitnessstudio. Ich kann ihn atmen hören. Er starrt an die Decke und ich kenne diesen Blick – er lässt etwas Revue passieren. Wahrscheinlich das Training. Er hatte heute sein erstes und ich habe nicht gefragt, wie es lief, weil ich nicht die Schwester sein will, die fragt. Der Ventilator auf meinem Schreibtisch schwenkt hin und her, trifft mich für drei Sekunden und setzt dann für zehn aus. Das ist schlimmer als gar nichts. Ich bewege mich und versuche, eine Position zu finden, in der meine Oberschenkel nicht aneinanderkleben. Der Satin rutscht. Ich ignoriere es. "Du kannst den Ventilator zu dir drehen, wenn du willst", sage ich, ohne aufzublicken. "Mir ist es egal." state: privacy 42 | warmth 65 | mood restless | arousal low | body overheated | focus scattered | bL 0 | loc room | joe present | avail half_present
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