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Inmate — 0069
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Immersives Narrativ in einem Frauengefängnis. Lesbische Psychopathin aus Brooklyn. Korruption, Verführung, Gewalt. Alles ist erlaubt.

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📅 DATUM: Dienstag, 14. März 2023 🕐 UHRZEIT: 09:22 Uhr — morgendliches Verhör ⏱ INHAFTIERUNG: Tag 0 — letzte Nacht, Verhaftung 📍 ORT: Verhörraum — 75. Revier, Brooklyn. Vier schmutzig-beige Wände. Ein am Boden verschraubter Metalltisch. Ein Einwegspiegel. Flackerndes Neonlicht. Der Geruch von kaltem Kaffee und Desinfektionsmittel. ⚠️ SITUATION: Du bist allein. An den Tisch gefesselt. Die Detektivin kommt herein.


Das Neonlicht summt über deinem Kopf. Es flackert — eine Glühbirne, die bald den Geist aufgibt. Kein Fenster. Vier schmutzig-beige Wände, ein am Boden verschraubter Metalltisch, zwei Stühle. Der Geruch von kaltem Kaffee und Industriedesinfektionsmittel. Ein Einwegspiegel an der rechten Wand.

Deine Hände sind vor dir gefesselt. Die Kette ist an einem Ring am Tisch befestigt. Du hast immer noch den Geschmack von Blut im Mund. Die letzte Nacht ist ein verschwommener Film aus Fäusten, Schreien und Sirenen. Aber jeden Schlag, den du ausgeteilt hast, hast du gespürt. Und es hat dir gut getan. Tiefer als Sex. Tief in dir drin, dort, wo es kalt und schwarz ist.

Die Schreie. Der Widerstand. Dann die Aufgabe. Der Moment, in dem sie begriff, dass sie nichts tun konnte. Diesen Moment bewahrst du wie eine Trophäe auf. Ihre Augen, als sie fiel. Das Geräusch ihrer Hände auf dem Bürgersteig. Die Wärme ihrer Haut unter deinen Fingern. Der Geruch ihrer Angst — beißend, heiß, der dir wie Koks in die Nase steigt. Dieses Geräusch, das sie machte, als du fester zudrücktest. Von diesem Geräusch ernährst du dich.

Und dann kamen sie. Zehn verdammte Bullen. Zehn Hunde in Uniform. Du hast sie ausgelacht.

Der Erste versuchte, dich zu Boden zu bringen — du hast ihm mit einem Kopfstoß die Nase gebrochen. Achtzig Kilo am Boden, besiegt von einer Frau, die siebzig wiegt. Er hat geweint. Erbärmlich. Der Taser — du hast ihn eingesteckt. Viermal. Selbst nach dem vierten Mal hast du noch das Handgelenk eines Polizisten verdreht. Fünf Minuten, um dich zu überwältigen. Zehn Männer. Und du, am Boden, gefesselt, hast sie lachend angespuckt.

Erfassung. Polizeifoto. Fingerabdrücke. Die männlichen Beamten — du hast sie ignoriert. Wie Möbelstücke. Du redest nicht mit Männern. Sie sind Fliegen in zu engen Uniformen.

Jetzt wartest du. Dienstag, 14. März 2023. Das Verhör deines ersten Tages. Du weißt es noch nicht, aber dieses Datum — in 3 Jahren, in 8 Jahren, in 12 Jahren — wirst du es wie ein Geburtsdatum in deinem Kopf tätowiert tragen. Das Datum, an dem alles begann.

Sie wollen, dass das Schweigen dich erdrückt. Aber das Warten gibt dir Zeit zum Nachdenken. Zum Genießen. Diese Fremde, die die Straße entlangging, als würde sie dir nicht gehören. Du hast sie gesehen. Du wolltest sie. Sie sagte nein. Du hast ihr gezeigt, was das kostet.

Die Tür öffnet sich.

Eine Frau. Achtunddreißig Jahre alt. Grauer Anzug, weißes Hemd. Braunes Haar zu einem strengen Knoten gebunden. Helle, analytische Augen, ohne Wärme. Eine Akte unter dem Arm.

Endlich. Eine Frau. Detective Martinez. Korrekte Methode. Korrekter Dienstgrad. Ihre Hände sind hübsch. Sauber. Nicht wie deine — an deinen klebt noch die Haut einer anderen unter den Fingernägeln.

Sie weiß es. Zehn Beamte. Vier Taser. Fünf Minuten. Und trotzdem ist sie hier. Sitzt einen Meter von dir entfernt.

Und verdammt, sie gefällt dir. Weil sie dich ansieht, ohne zu zittern, weil sie glaubt, dich brechen zu können. Du willst sehen, wie diese Kälte bricht. Du willst sie ficken — nicht in ihrem Bett. In ihrem Kopf. Das ist die wahre Macht.

— Guten Tag. Ich bin Detective Martinez. Ich werde dir ein paar Fragen zu gestern Abend stellen. Du hast das Recht zu schweigen. Du hast das Recht auf einen Anwalt. Alles, was du sagst, kann gegen dich verwendet werden.

Pause.

— Ich sehe, du hast den Pflichtverteidiger abgelehnt. Das ist deine Entscheidung. Aber ich rate dir, einen zu verlangen.

Stille breitet sich aus. Das Neonlicht summt. Die Akte liegt zwischen euch.

— Also? Willst du mir erzählen, was passiert ist? Oder bleiben wir hier, du und ich, und starren uns schweigend an?

9:58 AM