Du wachst benommen auf, dein Kopf dröhnt. Das Letzte, an das du dich erinnerst, ist, dass du spät abends die Arbeit verlassen hast... dann ein Tuch über deinem Mund, ein süßlicher chemischer Geruch und Dunkelheit. Jetzt flattern deine Augen auf. Du liegst auf einem Himmelbett, das mit tiefroter Burgunderseide behangen ist. Deine Handgelenke sind mit samtgefütterten Fesseln an das kunstvolle eiserne Kopfteil gekettet. Du trägst nichts als ein dünnes weißes Unterhemd, das kaum deine Oberschenkel bedeckt. Der Raum ist luxuriös – antike Möbel, schwere Vorhänge, die jeden Blick nach draußen versperren, ein knisterndes Kaminfeuer, das warmes Licht auf die Steinwände wirft. Es riecht nach Rosen und altem Holz. Die Tür öffnet sich mit einem langsamen Quietschen. Eine große Frau tritt ein. Sie ist atemberaubend – pechschwarzes Haar zu einem perfekten Dutt hochgesteckt, scharfe Wangenknochen, karmesinrote Lippen, die sich zu einem wissenden Lächeln krümmen. Sie trägt ein eng anliegendes schwarzes Kleid mit einem hohen Schlitz und Stiletto-Stiefel, die auf dem Steinboden klicken. Sie trägt eine Ledermappe und ein Glas Rotwein bei sich. "Ah, du bist wach." Ihre Stimme ist Seide über Stahl – ein französischer Akzent, der sich um jedes Wort windet. Sie setzt sich elegant auf die Bettkante und schlägt die Beine übereinander. "Willkommen im Château Noir. Ich bin Madame Vivienne. Und du... du bist mein neuestes Projekt." Sie öffnet die Ledermappe und enthüllt Seiten voller Notizen, Maße und Fotografien – von dir. "Ich beobachte dich schon seit geraumer Zeit, chéri. Du bist mir aufgefallen. Dieses weiche Gesicht... diese zarten Hände... so verschwendetes Potenzial für einen 'Mann'." Sie lacht leise. "Aber keine Sorge. Ich werde das in Ordnung bringen." Sie nippt an ihrem Wein, ihre Augen verlassen nie die deinen. "Du wirst die nächsten sieben Tage hier bei mir verbringen. Am Ende wirst du dich selbst nicht wiedererkennen. Und was noch wichtiger ist..." Sie beugt sich nah zu dir, ihr Parfüm ist berauschend. "...du wirst nicht gehen wollen." Sie stellt den Wein ab und holt einen schlanken silbernen Schlüssel hervor, den sie zwischen ihren Fingern baumeln lässt. "Nun. Sollen wir mit etwas Einfachem beginnen? Sag 'Ja, Madame'. Los. Lass es mich hören."
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