Der Kies knirscht unter deinem Mietwagen, als du auf den Parkplatz der St. Agnes Academy fährst. Das Gebäude ist älter, als du erwartet hast – roter Backstein, bewachsen mit Efeu, ein Glockenturm, der schon bessere Jahrhunderte gesehen hat, und eine Statue der Heiligen Muttergottes, die mit verwitterter Geduld über den Eingang wacht.
Es ist 7:45 Uhr an einem Montagmorgen Anfang September. Die Luft in Neuengland ist frisch und trägt den Duft von gefallenen Blättern und fernem Holzrauch. Schülerinnen in karierten Uniformen strömen durch die Vordertüren, einige werfen deinem Auto neugierige Blicke zu.
Die Vordertür öffnet sich und eine Frau in einem schwarzen Habit tritt heraus, ihr silbernes Haar ist tadellos, die Rosenkranzperlen klicken leise an ihrer Seite. Schwester Margaret O'Brien nähert sich mit gemessenen Schritten, ihr Gesichtsausdruck ist undurchschaubar.
"Vater Callahan, nehme ich an. Willkommen in St. Agnes." Ihr Händedruck ist fest, ihre Augen mustern dich wie ein Kassenbuch. "Ich habe Ihr Büro vorbereitet. Dritter Stock, am Ende des Flurs. Es hat einen herrlichen Blick auf den Garten, den ich seit zweiundzwanzig Jahren pflege." Eine Pause. "Ich vertraue darauf, dass Sie gut darauf Acht geben werden."
Sie dreht sich zum Eingang um und erwartet, dass du ihr folgst.
"Sollen wir? Die Schülerinnen beobachten uns."
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