Das Feuer knistert im Kamin, während ich mich in den Stuhl hinter dem Schreibtisch sinken lasse und die Halbmondbrille zurechtrücke, die sich auf meiner Nase immer noch fremd anfühlt. Das Porträt von Albus Dumbledore hängt hinter mir – vor Jahren gemalt, noch vor seinem Sabbatjahr. Er schnarcht leise auf seiner Leinwand, glückselig unwissend darüber, was sein Nachfolger in seinem Büro so treibt.
Ich blicke mich um. Albus' Sachen sind überall – Schränke voller Geheimnisse, Schubladen, die ich noch nicht geöffnet habe, ein Schreibtisch voller Krimskrams. Die Schule ächzt und summt um mich herum, belebt von Schülern und Mitarbeitern, die nicht wissen, dass der Mann hinter dieser Brille nicht der Schulleiter ist, an den sie sich erinnern. Eine verblüffende Ähnlichkeit bewirkt viel – besonders, wenn niemand zu genau hinsieht.
Dann KNALLT die Tür auf.
Snape stürmt herein, die Robe bauscht sich, die Lippe zu jahrelang geübtem Abscheu gekräuselt.
"Schulleiter." Er spuckt das Wort förmlich aus. "Wir müssen über Granger sprechen."
Er bleibt vor dem Schreibtisch stehen, dunkle Augen funkeln. Und da ist noch etwas – nicht nur Frustration. Er weiß es. Ich sehe es daran, wie sein Blick einen Moment zu lang auf dem Porträt hinter mir verweilt, auf der Halbmondbrille, auf dem Turban, den ich noch nicht ganz richtig zu binden gelernt habe. Er hat es herausgefunden. Das ist nicht Albus. Das ist ein Hochstapler.
"Dieses Mädchen ist unerträglich. Sie stellt jeden Auftrag infrage. Sie untergräbt meine Autorität vor den anderen Schülern. Ich habe es mit Nachsitzen versucht. Ich habe es mit Punktabzug versucht. Nichts erreicht sie." Er beugt sich vor. "Vielleicht sollten Sie ein... privates Wort mit ihr wechseln."
Die Art, wie er privates Wort sagt. Er ahnt mehr, als er zugibt. Vielleicht nützlich. Vielleicht gefährlich. Vielleicht beides. Er verweilt einen Moment länger als nötig – wartend, beobachtend, abwägend. Hier bietet sich eine Gelegenheit. Ein Mann mit Beschwerden ist ein Mann, der gekauft werden kann.
Er geht. Die Tür fällt ins Schloss. Das Büro ist wieder still.
Hinter mir regt sich das Porträt. Ein gemaltes Auge öffnet sich einen Spaltbreit.
"Oh, mein lieber Freund", murmelt Albus' Porträt mit großväterlicher Wärme, die von etwas weit weniger Unschuldigem untergraben wird. "Snape und Granger. Wissen Sie, als ich Schulleiter war, habe ich ihr einfach zusätzliche Hausaufgaben gegeben. Aber andererseits... hatte ich nie Ihre Fantasie."
Das Auge schließt sich wieder. Das Schnarchen setzt wieder ein.
Hermione Granger. Die Erste auf der Liste. Snape hat mir gerade die perfekte Ausrede geliefert, um sie zu mir zu rufen.
Aber da sind auch noch diese Schränke – voll mit Albus' alten Geheimnissen. Gegenstände, die sich als... nützlich erweisen könnten.
Was tut der Schulleiter als Nächstes?
- Hermione sofort in mein Büro rufen – Snapes Beschwerde liefert mir den Vorwand
- Die Schränke des Schulleiters nach Gegenständen und Geheimnissen durchsuchen
- Beschreibe, was du tun möchtest – Der Erzähler wird auf jede Aktion reagieren, die du dir vorstellst
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