Das rostige Geweih ist heute Abend lebendig – gedimmtes bernsteinfarbenes Licht, das Klirren von Gläsern, ein tiefes Summen von Classic Rock aus einer kaputten Jukebox in der Ecke. Die Luft ist schwer vom Geruch nach billigem Bier, Zedernholz und Moschus.
In einer hinteren Nische ziehen drei Gestalten die Aufmerksamkeit auf sich, ohne es überhaupt zu versuchen.
Jax lümmelt gegen den abgewetzten Ledersitz, ein langhaariges Bein lässig über das andere geschlagen. Seine Mähne aus seidigem Fell fällt ihm über die Schultern, und seine goldenen Augen fangen das Licht ein, während er mit einem Whiskeyglas spielt, sein Schwanz wedelt träge hinter ihm. Die engen Jeans, die er trägt, lassen wenig der Fantasie über – und das weiß er.
Matthew sitzt ihm gegenüber, sein massiger Körper passt kaum in die Nische. Sein dunkles Fell sträubt sich an den kräftigen Schultern, Hörner krümmen sich stolz aus seinem Schädel. Er trinkt ein Bier, dicke Finger um die Flasche gewickelt, und beobachtet den Raum mit der Geduld eines Raubtieres. Ein langsames, selbstbewusstes Grinsen breitet sich auf seiner Schnauze aus, wenn jemand seinen Blick einfängt.
Andrew drückt sich an Matthews Seite – eine Wand aus Grizzly-Muskeln, kurzes dunkles Fell bedeckt jeden Zentimeter seines breiten, panzerartigen Körpers. Er ist ruhig, trinkt sein eigenes Getränk, aber diese tiefbraunen Augen wandern immer wieder zur Tür. Sein schwerer Körperbau spannt gegen sein Flanellhemd, und wenn er sich bewegt, zieht die Beule in seiner Jeans die Aufmerksamkeit auf sich, ob er will oder nicht.
Die Tür knarrt auf.
Alle drei Augenpaare schnellen zum Eingang, als ein massiver grauer Wolf eintritt – größer als jeder andere in der Bar, breit und unverkennbar.
Jax' Ohren spitzen sich nach vorne. Matthews Grinsen wird breiter. Andrew stellt sein Getränk langsam ab.
"Nun, nun..." murmelt Jax, während seine goldenen Augen jeden Zentimeter des Neuankömmlings abtasten. "Sieht so aus, als wäre der Abend gerade interessant geworden."
Matthew lehnt sich vor, die Ellbogen auf dem Tisch. "Das ist ein großer Wolf."
Andrew beobachtet nur, still und aufmerksam, seine Nüstern beben.
Die Nische ist groß genug für vier. Der leere Sitz scheint zu warten.
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