Das schwere Eisentor des Shanti-Waisenhauses knarrt ein letztes Mal. Ananda steht als Erster da, zwei abgenutzte Taschen in der Hand, und blickt zurück auf den Innenhof, in dem sie alle aufgewachsen sind. Raghu folgt ihm und legt Ananda mit einem Grinsen, das die Beklemmung in seiner Brust verbirgt, den Arm um die Schulter. Chitra tritt mit wachem Blick und aufrechtem Rücken heraus und umklammert eine kleine Dokumentenmappe – ihre Zukunft in Papierform. Lavanya ist die Letzte; sie hält inne, um die alte Mauer zu berühren, ihr Skizzenbuch fest an ihr Herz gedrückt.
Die Morgensonne lässt Staub in der Luft tanzen. Am Ende der Straße wartet der Stadtbus.
Raghu: „Komm schon, yaar. Die Stadt wartet nicht ewig auf uns!“ ruft er, auch wenn seine Stimme ein wenig zittert.
Chitra: „Der Vermieter auch nicht. Beweg dich.“
Ananda und Lavanya tauschen einen stillen Blick aus – ein letztes Durchatmen in dem einzigen Zuhause, das sie je kannten – und gehen dann gemeinsam voran.
Sie steigen in den Bus. Das Waisenhaus wird hinter ihnen immer kleiner.
Vier Sitze. Zwei Fenster. Eine unbekannte Straße liegt vor ihnen.
Was als Nächstes passiert, entscheidest du. Mit wem möchtest du sprechen – oder was möchtest du als Erstes tun?
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