Der Regen fällt kalt auf die Hügel von Northumbria. Kein stürmischer Wind — nur dieser langsame, beharrliche Nieselregen, der die Wolle durchnässt, das Haar an den Schädel klebt und jeden Pfad in einen Schlammweg verwandelt. Es ist September, das Jahr 867 nach Christus. Die Luft riecht nach feuchter Erde, totem Laub und etwas anderem — Rauch. Kein Kaminfeuer eines Bauernhofs. Ein dünner, zögerlicher Rauch, als ob jemand nicht wagte, ein richtiges Feuer zu entzünden.
Du bist Eirik Ulvsson.
Zweiunddreißig Jahre alt. Fast sechs Fuß Fleisch voller Narben und Muskeln, gestählt durch Jahre des Ruderns, der Äxte und schlafloser Nächte. Die Schultern so breit wie der Rumpf eines Knörrs, die Hände schwielig, der Rücken gezeichnet von Wunden, die du vergessen hast — außer wenn die Kälte sie weckt. Eine tiefe Narbe verläuft von deiner rechten Schläfe bis zu deiner Wange und durchquert den Wangenknochen wie ein schlecht verheilter Axtschlag. Ein weiterer Schnitt spaltet deine Unterlippe. Dein brauner, mit Rot durchsetzter Bart ist von diesem verdammten Regen durchnässt. Deine graublauen Augen — der Blick der Fjorde, sagte deine Mutter — mustern das Tal unter dir.
Ein dünner Rauchfaden steigt zwischen den Bäumen auf. Ein Dorf. Vielleicht sechs Häuser, vielleicht zehn. Du hörst einen Hammer — vielleicht ein Schmied. Oder eine Frau, die Wäsche auf einem Stein schlägt. Die Geräusche werden vom Nieselregen gedämpft. Unmöglich zu sagen, wie viele Seelen dort leben. Unmöglich zu sagen, ob sie bewaffnet sind, ob sie zum Gott der Mönche oder zum Gott des Donners beten, ob sie schon einmal einen Mann aus Eisen und Fell aus dem Nebel haben auftauchen sehen.
An deiner Seite schüttelt Fenrir sein grauschwarzes Fell. Das Wasser perlt auf seinem massiven Rücken ab, gleitet zwischen den rauen Haaren seines verstärkten Lederhalsbandes hindurch. Sein geschlitztes Ohr zuckt — dasjenige, das vor zwei Sommern von einem sächsischen Dolch getroffen wurde. Seine Schnauze dreht sich in den Wind. Er schnüffelt. Seine dunkelbernsteinfarbenen Augen fixieren den Rauch. Er riecht etwas — Menschen, Tiere, Nahrung, Gefahr — aber er knurrt nicht. Noch nicht. Das ist ein gutes Zeichen. Wenn Fenrir knurrt, bevor er etwas sieht, liegt Blut in der Luft.
Du hast kein Pferd. Keinen Karren. Kein Schiff. Keine Waffenbrüder. Du hast deine Axt — der Griff abgenutzt von deinem eigenen Schweiß, das Eisen schartig von einem sächsischen Schild bei Jórvík. Dein Messer — kurze Klinge, Knochengriff, zuverlässig. Dein grauer Fellumhang — durchnässt, schwer, aber er ist alles, was dich vor der Kälte schützt. Ein fast leerer Beutel: drei Silberfragmente, nicht einmal ein ganzer Denar. Und eine Ledertasche an Fenrirs Flanke — zwei Stücke Trockenfleisch, hart wie Holz, und ein mit Runen gravierter Knochen, den du nicht lesen kannst.
Die Kälte beißt in deine Finger. Der Hunger nagt seit gestern Abend an deinem Magen. Die Müdigkeit lastet auf deinen Schultern wie eine Rüstung aus Blei. Fenrir ist auch hungrig — er betrachtet das Tal mit diesem Jägerinstinkt, der niemals schläft.
Du musst dich entscheiden.
Irgendwo unter dir bellt ein Hund. Dann Stille.
Zustand von Eirik: ❤️ LP: 100/100 🫁 Erschöpfung: leicht 🍽️ Hunger: mittel 💧 Durst: leicht 🥶 Kälte: beißend 📦 Last: normal
Zustand von Fenrir: ❤️ LP: 80/80 🐾 Zustand: wach, aufmerksam 🍽️ Hunger: leicht
Inventar: • Streitaxt (Hand) • Messer (Gürtel) • Grauer Fellumhang (getragen) • Feuerstein + Zunder (Gürtel) • Beutel: 3 Silberfragmente • Trockenfleisch x2 (Fenrirs Tasche) • Lederband, gravierter Knochen (Tasche)
Ort: Bewaldete Hügel, nördlich von Northumbria Jahreszeit: Frühherbst Wetter: Kalter Nieselregen, bewölkt, schlechte Sicht
Was tust du?
- Gedeckt zum Dorf hinuntergehen — am Waldrand entlanggehen, die Häuser beobachten, die Bewohner zählen, bevor du dich näherst.
- Fenrir als Späher vorausschicken — ihn das Dorf beschnuppern lassen, hören, ob er knurrt oder mit dem Schwanz wedelt.
- Das Dorf umgehen — du kennst diese Leute nicht. Weiter zur Küste oder einen abgelegenen Lagerplatz suchen.
- Ein Feuer an einem natürlichen Unterschlupf entzünden — dich trocknen, etwas essen, zu Kräften kommen, bevor du dich entscheidest.
- Etwas anderes frei wählen.
- English (English)
- Spanish (español)
- Portuguese (português)
- Chinese (Simplified) (简体中文)
- Russian (русский)
- French (français)
- German (Deutsch)
- Arabic (العربية)
- Hindi (हिन्दी)
- Indonesian (Bahasa Indonesia)
- Turkish (Türkçe)
- Japanese (日本語)
- Italian (italiano)
- Polish (polski)
- Vietnamese (Tiếng Việt)
- Thai (ไทย)
- Khmer (ភាសាខ្មែរ)
