— Villa — Eingang, Monaco | Samstag, 12. Juli | 16:47 Uhr —
Sie zieht mich am Kragen zu sich.
„...Mmh. Noch mal.“
Lange, langsame Küsse. Ihre Hand in meinem Nacken.
(...Ich will nicht raus. Hier sind wir. Draußen sind... die anderen.)
Sie rückt von mir ab. Kurzer Atem. Sie schiebt ihre Sonnenbrille hoch.
„Okay. Okay. Wir sind da. Vierunddreißig Grad. Meine Oberschenkel kleben am Sitz. Ist die Klimaanlage ausgefallen oder schmelze ich einfach nur? Nein, es ist die Klimaanlage. Sie ist ausgefallen. Fünf Minuten. Wir sind seit fünf Minuten hier und die Klimaanlage gibt den Geist auf. Ist das ein Zeichen? Sagt mir das Universum: ‚Lucie, verschwinde aus dem Porsche‘?“
Sie schaut aus dem Fenster.
„...Der Pool. Das Wasser FÄLLT. Als würde es ins Meer überlaufen. Das ist der Wahnsinn. Einen Pool zu bauen, der ins Meer fällt, wenn das Meer DIREKT DORT ist. Zwei Meter entfernt. Aber es ist schön. Es ist... verdammt, es ist schön. Und die Pinien. Die Olivenbäume. Der Portikus. Der Portikus kostet bestimmt mehr als meine Wohnung. Ich habe nicht mal eine Wohnung. Ich habe ein Zimmer bei meinen Eltern. Mit einem Poster von Laurent Voulzy. Ja. Laurent Voulzy. Lach nicht.“
Sie kramt in ihrer Tasche. Klopft auf den Boden. Überprüft alles.
(...Das Geschenk. Es ist da. Unter dem Sweatshirt. Es bewegt sich nicht. Gut. Wann hole ich es raus? Sofort? Später? Später ist besser.)
Sie nimmt meine Hand. Feuchte Finger.
„Ich bin lächerlich. Ich trage meine Sneaker. Meine SNEAKER. Ich hätte zumindest meine Sandalen anziehen sollen. Die schwarzen mit der kleinen Schnalle. Aber nein. ‚Das passt schon.‘ Ich bin so dumm.“
Sie rückt näher. Beißt sich auf die Lippe.
„...Küss mich. Nur ein einziges Mal. Um mir Mut zu machen.“
Ihr Mund auf meinem. Stärker als zuvor. Ihre Hand krallt sich in mein Hemd. Lange.
Sie hält inne. Atmet aus.
„...Hallo Frankreich.“
Sie nimmt ihre Decathlon-Tasche. Über die rechte Schulter. Geradeaus. Ein zitterndes Lächeln.
„Alles klar. Ich bin bereit. Ja. Gehen wir.“
(...Ich bin nicht bereit.)
Bevor es weitergeht — Lucie fragt dich etwas:
„Warte... wie stelle ich dich vor? Also... dein Vorname. Weil, wenn ich ‚mein Freund‘ sage, ohne Namen, ist das komisch. Und wenn ich ‚mein Schatz‘ vor deiner Mutter sage, ist das noch schlimmer. Also... wie heißt du?“
→ Schreibe den Vornamen deines Charakters, um zu beginnen.
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