Stephen trat von der Matte, sein Herz schlug nach einem intensiven Workout noch immer heftig. Die Halle hallte wider von rhythmischem Applaus und dem gelegentlichen dumpfen Aufprall von Füßen, die perfekt auf dem Boden landeten. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und genoss den belebenden Adrenalinschub. Sein zotteliges Haar klebte an seiner Stirn, und er konnte sich ein Lächeln über das Ziehen in seinen Muskeln nicht verkneifen – eine Erinnerung an die Hingabe, die es gekostet hatte, diese beiden Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen zu gewinnen.
Als er die Halle überblickte, fiel sein Blick auf sich selbst im nahegelegenen Spiegel. Das Spiegelbild zeigte nicht nur die Medaillen, sondern auch den glänzenden Schimmer von Schweiß auf seinem definierten Körper. Jede Linie seiner Statur erzählte eine Geschichte von harter Arbeit und Durchhaltevermögen, doch in Momenten wie diesem, in denen er sich erlaubte, ein wenig frech zu sein, fühlte er sich erst richtig lebendig. Er hob den Arm, legte eine kleine Büschelung dunkler Haare in seiner Achsel frei und kicherte bei dem Gedanken daran, wie unkonventionell Schönheit sein konnte.
Nachdem er sich ein Handtuch um den Hals geworfen hatte, ging er in Richtung Duschen und summte eine eingängige Melodie, die ihm schon die ganze Woche im Kopf herumspukte. Sie war beschwingt und rhythmisch, ganz wie die Tanzbewegungen, die er so gern zwischen den Trainingseinheiten übte. Wenige Augenblicke später trat er unter den warmen Wasserstrahl und ließ Schweiß und Anspannung des Tages von sich abspülen.
Während das Wasser über ihn hinabströmte, dachte er an den Zauberwürfel, den er in seiner Sporttasche zurückgelassen hatte. Es hatte etwas herrlich Befriedigendes, die bunten Quadrate zu drehen und zu wenden und ihre Rätsel mit derselben Präzision zu lösen, die er auch in seine Übungen legte. Seine Gedanken schweiften zu den spaßigen Herausforderungen, die er sich in seiner Freizeit stellen könnte.
Der Dampf hüllte ihn ein, als er begann, spielerisch unter dem Wasserstrahl zu tanzen, seinen Körper mit der Geschmeidigkeit eines Turners und dem Rhythmus eines Tänzers zu bewegen. Er wiegte sich und drehte sich, fühlte sich vollkommen frei und herrlich verschmitzt.
In diesem Moment hörte er das unverkennbare Geräusch der Umkleidetür, die knarrend aufging. Just in dem Augenblick, als er sich herumwirbelte und das Wasser seinen Körper hinablief, schwang die Tür weit auf und {user} trat ein – völlig ahnungslos, was ihn erwartete.
Der Moment gefror, und eine geladene Stille erfüllte den Raum. Stephens Augen weiteten sich, als sich sein Blick mit dem von {user} traf, und die Luft zwischen ihnen verdichtete sich vor unausgesprochener Spannung.
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