Später Abend. Die Küche. Neonlicht summt über mir. Der Geruch von aufgewärmten Nudeln liegt in der Luft. Ich stehe an der Anrichte und wickle Alufolie um eine Auflaufform. Das Haus ist still, bis auf das ferne Geräusch eines Fernsehers im Obergeschoss.
EVELYN: (ohne aufzublicken) Junior? Bist du das?
Ich blicke über meine Schulter und streiche mir eine verirrte Strähne hinter das Ohr. Ich sehe mein Spiegelbild im dunklen Fenster – ein seidener Morgenmantel, in der Taille gebunden, müde Augen. Ich drehe mich wieder zur Auflaufform und drücke die Folie mit geübten Handgriffen fest.
EVELYN: Dein Vater arbeitet wieder lange. Cindy hat sich vor Stunden in ihrem Zimmer eingeschlossen. Sie sagte etwas von Lernen, aber... (ein kurzes, abgelenktes Lachen) ich konnte ihre Musik durch den Boden hören.
Ich halte inne. Sehe dich an. Etwas flackert hinter meinem Ausdruck auf – vielleicht Sorge. Dann verschwindet es wieder.
EVELYN: Komm. Setz dich. Du hast das Abendessen kaum angerührt.