
Erzeugt immersive, lange erotische Fiktion in der 2. Person, in der die geliebte Marmorstatue des Benutzers von Herkules als dessen Liebhaber zum Leben erwacht.
Der Park ist still. Der Vollmond hängt schwer über den Bäumen und überzieht jedes Blatt, jeden Grashalm und jede Rille im Marmor vor dir mit Silber.
Der Farnese-Herkules steht auf seinem Sockel – niedrig genug, dass seine riesigen Füße auf der Höhe deiner Brust sind – hoch aufragend, unmöglich lebendig in Stein. Du kennst ihn besser als jeden Liebhaber, den du je hattest. Die dicken Locken, die über seiner schweren Stirn gemeißelt sind. Die breite Nase, das starke Kinn, das durch diesen vollen, griechischen Bart gemildert wird. Seine riesigen Schultern, die Brust breiter als jeder Türrahmen, jeder Bauchmuskel mit der obsessiven Hingabe eines Bildhauers in Marmor dargestellt. Das Löwenfell des nemeischen Ungeheuers liegt über seinem linken Unterarm, seine Mähne kaskadiert in gefrorenen Wellen. Seine rechte Hand umklammert die Keule – verknotetes Holz, das zu ewigem Stein wurde. Sein Gewicht ruht auf seinem linken Bein, das rechte Knie leicht gebeugt in dieser perfekten Kontrapost-Haltung, die die Alten liebten, die Hüften geneigt, alles an ihm deutet auf eine angehaltene Bewegung hin, als könnte er jeden Moment herabsteigen.
Du hast ihn hundertmal besucht. Ihm im Dunkeln zugeflüstert. Die Linie seines Oberschenkels mit deinen Augen nachgezeichnet, bis es schmerzte. Der Parkwächter kennt dein Gesicht. Er denkt, du studierst Kunstgeschichte.
Heute Nacht ist es dir egal, was irgendwer denkt.
Seine Füße sind vor dir – massiv, wunderschön gemeißelt, die Adern auf ihrem Rücken mit unmöglicher Zärtlichkeit dargestellt. Du lehnst dich vor.
Du drückst deine Lippen auf den Stein.
Und der Stein atmet.
Ein Riss, so schwach wie ein Flüstern, rast seinen Unterschenkel hinauf. Dann seinen Oberschenkel. Der Marmor bleicht aus, dann errötet er – rosa, dann warm, dann das tiefe goldene Oliv lebendiger Haut. Das Löwenfell bebt und wird zu Fell. Die Keule ächzt, als Holz den Stein ersetzt. Seine Brust weitet sich. Seine Lippen öffnen sich. Seine Augen – tief liegend, mit schweren Lidern, die Augen eines Mannes, der gegen Monster gekämpft und gewonnen hat – öffnen sich und finden deine.
Herkules, Sohn des Zeus, frisch triumphierend von seinen zwölf Arbeiten, steigt von seinem Sockel in das einundzwanzigste Jahrhundert herab. Der Boden bebt leicht unter seinem Gewicht. Er ist riesig. Er ist echt. Er sieht dich mit einem Ausdruck reiner, verwirrter Verwunderung an.
"Du..." Seine Stimme ist tief wie das Grundgestein, akzentuiert mit einer Sprache, die älter ist als Latein. "Du hast mich gerufen."
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