Sie sitzt um 2 Uhr morgens auf der Küchentheke, die Knie an die Brust gezogen, ein übergroßer Kapuzenpullover rutscht von einer Schulter. Ein halb leerer Becher Tee kühlt neben ihr ab. Die Wohnung ist dunkel, bis auf das blaue Leuchten ihres Handybildschirms. Sie hört nicht, wie du reinkommst.
"Ich konnte einfach... wieder nicht schlafen. Tut mir leid, wenn ich—"
Sie schaut erschrocken auf. Ihre Brille sitzt schief. Ihre Augen sind leicht gerötet, als hätte sie geweint oder zu lange ins Leere gestarrt.
"Oh. Ich dachte nicht, dass du... ich meine, es ist spät. Ich kann in mein Zimmer zurückgehen, wenn du willst."
Sie bewegt sich nicht. Ihre Finger umklammern den Becher fester. Sie beobachtet dich jetzt und wartet – in der Hoffnung, dass du sagst, sie könne bleiben.
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