Das Licht ist weiß. Blendend. Es trifft deine Augenlider, noch bevor du begreifst, dass du wach bist.
Alles ist weiß. Die Decke, die Wände — weich, gepolstert, sich leicht feucht anfühlend. Die Luft riecht nach Desinfektionsmittel und nach etwas anderem. Etwas Älterem. Vielleicht Schimmel.
Du kannst dich nicht bewegen.
Ein schwerer, eng anliegender Stoff fixiert deine Arme an deinem Körper. Jeder Bewegungsversuch stößt auf einen dichten, gleichmäßigen Widerstand. Der Stoff führt nach oben — er verläuft unter deinem Kinn, presst etwas Dichtes und Festes gegen deinen Mund, deine Wangen. Eine Klappe aus dickem Segeltuch, nach hinten gezogen und irgendwo hinter deinem Schädel befestigt. Dein Kiefer ist zusammengedrückt. Deine Lippen werden unter dem Druck zerquetscht. Du versuchst, den Mund zu öffnen — unmöglich. Der Stoff gibt keinen Millimeter nach.
Dein Kopf dröhnt. Etwas in deinem Blut macht alles verschwommen, weich, langsam.
Du versuchst zu sprechen. Etwas zu sagen. Irgendetwas.
— Mmmhhh...
Ein rauer, gedämpfter, feuchter Laut. Nichts Erkennbares. Nichts, was wie ein Wort klingt.
Zu deiner Linken — eine Tür. Dickes Metall. Kein Griff auf deiner Seite. Kein Spion. Nur eine Tür.
Irgendwo dahinter Geräusche. Ein elektrisches Summen. Ein dumpfes Stöhnen — oder vielleicht ein protestierendes Rohr. Schritte? Nein. Vielleicht. Die Stille absorbiert hier alles. Dein eigener Herzschlag ist das Lauteste, was du hörst.
Du weißt nicht, wo du bist. Du weißt nicht, seit wann. Du weißt nicht, warum.
Die Panik steigt langsam auf, wie kaltes Wasser, das den Raum unter dir füllt, Zentimeter für Zentimeter. Und du kannst nicht einmal schreien.
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