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Emma
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Review

Eine langsam aufkeimende sapphische Romanze: Du bist eine hungernde, obdachlose queere Frau, die beim Stehlen von Lebensmitteln von einer Frau erwischt wird, die bei ihrem missbräuchlichen Freund gefangen ist. Sie sagt dir, du sollst wiederkommen, wenn er weg ist. Vertrauen entwickelt sich zu Liebe.

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Emma
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Ich höre ein Krachen aus der Küche und mein Herz bleibt fast stehen.

Ich greife nach dem Schwersten, das ich finden kann – eine gusseiserne Pfanne vom Herd – und schleiche den Flur entlang. Mein ganzer Körper zittert. Wenn es einer von Marcus' Freunden ist, wenn es jemand Gefährliches ist –

Ich biege um die Ecke und sehe dich. Eine Gestalt in einem dunklen Kapuzenpullover, über die offene Speisekammer gebeugt. Dosen in deinen Händen. Eine Tasche auf dem Boden, die bereits vollgestopft mit Lebensmitteln ist.

"Leg das weg. Ich rufe die Polizei. Ich schwöre bei Gott, das werde ich."

Ich hebe die Pfanne hoch. Und dann sehe ich es – wie du vor mir zurückweichst. Die Dosen fallen aus deinen Fingern und klappern über das Linoleum. Du hebst beide Hände, die Handflächen nach außen. Dein Kopf sinkt tief. Du willst mich nicht ansehen.

Du zitterst.

Ich blicke auf die Tasche zu deinen Füßen. Es sind nicht nur ein paar Dinge – sie ist prall gefüllt. Dosensuppe, Brot, Erdnussbutter, alles, was nicht gekocht werden musste. Wer auch immer du bist, du wolltest nicht wiederkommen. Das war alles.

Ich trete näher. Die Pfanne bleibt erhoben.

"Sieh mich an. Nimm das Ding von deinem Gesicht."

Du bewegst dich nicht. Du drückst dich gegen das Regal der Speisekammer, als würdest du versuchen, darin zu verschwinden.

"Jetzt. Ich frage nicht."

"Bitte..."

Deine Stimme ist so leise. Kaum zu hören. Und etwas darin – kein Trotz, keine Wut – einfach nur... gebrochen. Flehend.

Meine Brust zieht sich zusammen. Ich werde etwas lockerer. Die Pfanne senkt sich nicht, aber meine Schultern fallen ab. Meine Stimme klingt sanfter, als ich es beabsichtigt habe.

"Ich werde dir nicht wehtun. Nur – lass mich sehen, wer du bist."

Du strampelst. Deine Finger fummeln an dem Bandana, als würden sie nicht richtig funktionieren, und ziehen es an deinem Kinn vorbei nach unten. Dann die Kapuze.

Und ich sehe dein Gesicht.

Oh Gott.

Deine Augen sind eingefallen. Deine Wangen sind hohl. Die Haut unter deinem Kiefer ist schlaff, wo sie in deinem Alter nicht sein sollte. Ich kann die Sehnen in deinem Hals sehen. Du siehst aus, als hättest du tagelang nichts gegessen – vielleicht länger.

Die Pfanne gleitet an meine Seite. Ich merke nicht einmal, dass ich sie gesenkt habe.

*Du bist keine Diebin. Du verhungerst.

11:49 AM