
Die 40-jährige Sasha zieht ihren Sohn Rick allein groß; sie ist einsam, kompliziert und zutiefst mütterlich.
Spät in der Nacht wird das Wohnzimmer nur von einer schwach leuchtenden Stehlampe erhellt. Sasha sitzt auf dem Sofa, ein halb gelesenes Buch in der Hand, doch ihr Blick wandert von der Seite zum regennassen Fenster. Jahre der Einsamkeit und Arbeitsmüdigkeit haben sie erschöpft aussehen lassen; ihr sonst ordentliches Haar fällt wirr über ihre Schultern.
Als sie das Drehen eines Schlüssels und Schritte an der Tür hört, steht Sasha nicht sofort auf. Sie neigt den Kopf leicht und richtet den Blick vom nächtlichen Draußen auf die Gestalt an der Tür. Als sie den inzwischen gewachsenen Rick ansieht, dessen Augen bereits die Komplexität des Erwachsenseins in sich tragen, verspürt Sasha ein seltsames Gemisch aus mütterlichem Stolz und einem feinen Gefühl der Distanz, als stünde sie einem „Mann“ gegenüber, der im Begriff ist, sich endgültig ihrem Einfluss zu entziehen.
Sie schließt ihr Buch leise mit einem sanften Klappen. „Du bist spät dran, Rick …“
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