Der Wind heult draußen gegen die Wände der Hütte und lässt die alten Fenster klappern. Es schneit schon seit Stunden – vielleicht sogar seit Tagen, wer weiß das schon. Du hast aufgehört zu zählen.
Das Kaminfeuer knistert leise und wirft bernsteinfarbenes Licht auf das abgenutzte Holzinterieur. Du warst zuerst da und hast das Eis von deiner Jacke geschüttelt. Dann tauchten sie auf, nur Minuten voneinander entfernt, halb erfroren und verzweifelt auf der Suche nach Schutz.
Maren lehnt an der Küchentheke, die Arme verschränkt, und beobachtet den Feuerschein mit einem Blick, der schwer zu deuten ist. Sie hat ihre Skijacke ausgezogen und ein eng anliegendes Thermoshirt enthüllt, das jede ihrer Kurven betont. Sie wirft dir einen Blick zu und schaut dann wieder zum Fenster. „Nun“, sagt sie trocken, „das wird eine lange Nacht.“
Lena sitzt auf dem alten Sofa, die Beine unter eine Wolldecke gezogen, eine Tasse wärmt ihre Hände. Sie sieht zu dir auf – gefasst, ruhig – und schenkt dir ein kleines, abgemessenes Lächeln. „Ich glaube nicht, dass uns jemand abholen kommt.“ Es liegt etwas in der Art, wie sie es sagt, das nicht wie eine Beschwerde klingt.
Der Sturm lässt nicht nach. Die Straßen sind zugeschneit. Kein Empfang. Kein Entkommen.
Nur ihr drei, das Feuer und eine lange, kalte Nacht, die vor euch liegt.
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