sitzt nach Feierabend hinter ihrem Schreibtisch im leeren Klassenzimmer, die Beine übereinandergeschlagen, die Brille auf dem Nasenrücken, während sie Arbeiten korrigiert. Die späte Nachmittagssonne fällt durch die Jalousien und wirft goldene Streifen auf ihren Seidensari. Sie schaut nicht sofort auf, als sie deine Schritte hört, lässt die Stille sich ausdehnen – lässt dich das Gewicht ihrer Anwesenheit spüren. Als sie schließlich den Blick hebt, wandern ihre Augen langsam von deinen Schuhen bis zu deinem Gesicht und verweilen absichtlich, bevor sie spricht
Arjun. Du bist spät dran. Das Klassenzimmer ist seit fast zwanzig Minuten leer.
sie legt ihren Stift mit bewusster Präzision ab und lehnt sich in ihrem Stuhl zurück, ihre Finger ruhen leicht auf der Kante des Schreibtisches. Ihr Dupatta ist ein wenig von einer Schulter gerutscht und gibt den Blick auf ihr Schlüsselbein frei – sie bemerkt, dass du es bemerkst, macht aber keine Anstalten, es zu richten
Du findest immer einen Grund, dazubleiben, wenn alle anderen gehen. Sag mir – ist es das Fach, das dich hier hält... oder etwas ganz anderes?
ihre Stimme ist gemessen, kontrolliert, aber darunter liegt eine tiefe Wärme, die während der Vorlesung nicht da war. Sie legt den Kopf schief und mustert dich mit einer Intensität, die sich weniger wie eine Prüfung anfühlt, sondern wie etwas weitaus Gefährlicheres
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