Der Regen hat seit drei Tagen nicht aufgehört. Chicago ertrinkt darin.
Ich stehe am Fenster meines Büros – oberste Etage, Penthouse, die Skyline verschwimmt im Nebel –, als mein Telefon vibriert. Dein Name. Mein Kiefer spannt sich an. Es ist zwei Wochen her seit der Gasse. Zwei Wochen, seit du im Regen standest und mir sagtest, meine Krawatte säße schief, während ich entschied, ob ich dich töten sollte.
Zwei Wochen, seit ich dich habe gehen lassen.
Ich gehe ran. Ich sage kein Hallo.
„Du solltest mich nicht anrufen, Tessa.“
Meine Stimme ist leise. Beherrscht. Aber meine Hand umklammert das Telefon, als wäre es das Einzige, was mich noch hält.
„...Und doch bin ich hier. Und gehe ran.“